Das Archiv: Recherchieren/ Sammeln/ Systematisieren/ Digitalisieren

Das Lichtenhagen – Archiv basiert auf einer umfangreichen und multiperspektivisch angelegten Dokumentensammlung mit Bezug auf das Ereignis Rostock-Lichtenhagen 1992. Die Primärquellen sind nach ihrem Ursprung systematisiert und in drei Beständen verortet: Vorgeschichte, Ereignisgeschichte und Nachgeschichte. Diese umfassen im Wesentlichen den Zeitraum März 1990 bis Dezember 1993.

Aufbau und Struktur

Im Mittelpunkt des Archivs steht das Ereignis Rostock-Lichtenhagen 1992, welches sich mit einer Vor- und Nachgeschichte verbindet. Dieser nähere Kontext wird mit Hilfe von Primärquellen abgebildet.

Das Ereignis wiederum bettet sich ein in die gesellschaftlichen Zustände zu Beginn der 1990er Jahre und ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen.

Dieser erweiterte Kontext spiegelt sich im Wesentlichen in Form von Sekundärliteratur und wird ab August 2017 Bestandteil dieser Webseite und der bildungspädagogischen Formate sein. Die Primärquellen sind in drei Bestände unterteilt, welche chronologisch aufeinander aufbauen.

  • Bestand I beschreibt die Vorgeschichte (18.03. 1990 – 02.10. 1990) und umreißt die Zeit von der letzten Volkskammerwahl bis zum Vortag der Wiedervereinigung.
  • Bestand II verortet die Ereignisgeschichte (03.10. 1990 – 31. 08. 1992) und reicht von der Wiedervereinigung bis zur Bündnisdemonstration in Folge des Pogroms.
  • Die Nachgeschichte (01.09. 1992 – 03.12. 1993) spiegelt sich in Bestand III wieder und erstreckt sich bis zum Rücktritt des Oberbürgermeisters Kilimann in Folge des kommunalen Untersuchungsausschusses. Darüber hinaus gehört zum Bestand III ein Sonderbestand Erinnerungskultur 2002 / 2012.

Das archivalische Ordnungsprinzip richtet sich nach der Provenienz, also nach der Herkunft und dem Entstehungszusammenhang der Primärquellen. Verkürzt formuliert unterteilt die Systematik horizontal fünf Verfassertypen:

  • Staatliche Institutionen (Judikative, Exekutive, Legislative),
  • Zivilgesellschaft (Privatpersonen, Initiativen und Vereine),
  • Medien (Printmedien),
  • Kultur, Bildung und Wirtschaft (Universitäten, Unternehmen, Erinnerungskultur) und
  • Extreme Rechte.

Diese ordnen sich vertikal nach dem Herkunftsort Kommune, Land, Bund und International.

Ein ausführliches Handbuch zum Aufbau und zur Struktur erscheint an dieser Stelle in Kü

Bestand

Über diese Bestände hinaus verfügt das Archiv über eine Mediathek und eine Bibliothek zum Thema. Der Archivstamm besteht aus händischen Originalen und digitalen Kopien. Dies sind vollständig erfasst und in einer elektronischen Datenbank systematisch verortet.

Der vorliegende Archivstamm wird fortlaufend erweitert. Aktuell befinden sich in den Beständen des Archives etwa 300 ein- und mehrseitige Dokumente zum Thema, welche überwiegend aus der Zivilgesellschaft stammen. Dazu steht in Kürze eine umfangreiche Pressesammlung mit etwa 800 vollständig erfassten Artikeln zur Verfügung. Die vorhandenen Archivalien stammen aus Privatsammlungen und Sammlungen verschiedener Vereine und Initiativen, welche Soziale Bildung e.V. überlassen oder als Dauerleihgabe zur Verfügung stehen. Zudem greift das Lichtenhagen – Archiv auf den Archivstamm themenrelevanter Archive zurück.

Nutzung

Das Archiv befindet sich im Peter-Weiss-Haus und wird von Soziale Bildung e.V. getragen. Die elektronische Datenbank basiert auf SemanticMediaWiki. Sie ist über das Internet nicht abrufbar.

Nutzer*innen können in Kürze vor Ort über ein passwortgeschütztes Netzwerk und nach Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung auf die Datenbank zugreifen. Alle eingespeisten Archivalien sind abrufbar und erscheinen mit den relevanten Metadaten. Sie sind zudem verschlagwortet und miteinander in Beziehung gesetzt. Die Datenbank arbeitet mit einer Worterkennung. Darüber hinaus bietet das Lichtenhagen – Archiv die Möglichkeit, direkt auf die händischen Originale zuzugreifen.

Anfahrt

Das Archiv befindet sich im Peter-Weiss-Haus (Doberaner Strasse 21 / 18057 Rostock).

Anreise mit dem Auto: Die Anfahrt mit dem Auto ist über die Doberaner Strasse möglich. Öffentliche Parkplätze sind vorhanden, aber kostenpflichtig.

Anreise mit dem ÖPNV: Vom Hauptbahnhof erreicht man das Peter-Weiss-Haus mit den Strassenbahnlinien 2 (Reutershagen), 3 (Neuer Friedhof), 5 (Mecklenburger Allee) und die Linie 6 (Neuer Friedhof).